Geschrieben von Alexander Mühlbach

Bei den baden-württembergischen Winterwurfmeisterschaften blieben den Tübinger Athleten die Medaillenplätze zwar verwehrt, dennoch zeigten sich die Athleten mit vielversprechendem Saisoneinstieg. Währenddessen rannte ein ganz anderer Athlet in den USA in neue Sphären.

Gerade einmal 91 Zentimeter fehlten Rafael Heusel im Diskuswurf am Ende der baden-württembergischen Winterwurfmeisterschaften zum Platz auf dem Treppchen. Mit 42,16 Metern warf der U18 Athlet zwar neue persönliche Bestleistung und die beste Weite aller im Jahr 1999 geborenen Athleten. Dennoch reichte das nicht aus, um Manuel Bacsgony (VfB Stuttgart 1893), der den Diskus auf 43,07 Meter brachte, vom dritten Platz zu verdrängen.  "Für den Anfang war das sehr anständig", sagte Trainerin Angela Wondratschek. "Für die weitere Saison lässt das einiges erwarten."

Auch die Tübinger Mehrkämpfer ließen es sich nicht nehmen, bei den Landesmeisterschaften nochmal einige Disziplinen unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren. Rene Stauß blieb im Diskuswurf mit 42,82 Metern zwar mehr als dreieinhalb Meter unter seinem Hausrekord. Für den Saisoneinstieg in dieser Disziplin war das dennoch ganz ordentlich. Am Ende reichte das für den fünften Platz. Nur einen Platz dahinter kam Nils Merten, der mit 42,19 Metern ebenfalls etwas mehr als vier Meter von seiner Bestweite entfernt war. Im Speerwurf wurde Merten mit 43,73 Metern neunter.

In Vorbereitung auf die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Mitte Mai in Stuttgart, traten Stauß, Merten und Arne Matthews dann auch noch im Hammerwurf an. Stauß und Merten mussten sich mit etwas mehr als 26,5 Meter begnügen. Matthews zeigte mit 28,64 Metern aber Potential.

Die kompletten Ergebnisse:

Diskuswurf (1,5kg) - männliche Jugend U18
4. Rafael Heusel - 42,16 Meter

Diskuswurf (2kg) - Männer
5. Rene Stauß - 42,82 Meter
6. Nils Merten - 42,19 Meter

Hammerwurf (7,26kg) - Männer
11. Arne Matthews - 28,64 Meter
12. Rene Stauß - 26,62 Meter
13. Nils Merten - 26,56 Meter

Speerwurf (800g)
9. Nils Merten - 43,73 Meter


Notz rennt zu neuem Hausrekord
Dominik Notz lief am Freitagabend beim Occidental Distance Carnival Spring Classic in Los Angeles, USA, so schnell wie noch nie. Der Student der University of Alaska beendete die 5000 Meter in nur 14:15,61 Minuten. Der 21-Jährige, der in Deutschland immer noch für die LAV Stadtwerke Tübingen startet, steigerte sich damit um 27 Sekunden im Vergleich zum Vorjahr. "Ich hoffe da geht noch ein bisschen mehr", sagte Notz. Die letzte der 12 1/2 Runden konnte er sogar noch in 61 Sekunden laufen. Rennt Notz im Sommer tatsächlich noch etwas schneller, würde sogar eine Qualifikation für die U23 Europameisterschaften möglich sein. Die Norm dafür steht nämlich bei 14:05 Minuten.