Geschrieben von Hanna Gröber

Hannover. Bei ungewöhnlich warmen Bedingungen konnten die 6 Läufer der LAV Stadtwerke Tübingen am Sonntag durchweg tolle Ergebnisse bei den deutschen Meisterschaften im Halbmarathon erzielen. Anais Sabrié lief in neuer persönlicher Bestzeit in 1:15:55 Stunden auf Platz 4 bei den Frauen, während das Männerteam mit durchweg soliden Leistungen einen hervorragenden 3. Team-Platz erreichte.

Eine überschaubare Delegation der LAV Stadtwerke Tübingen mit 5 Athleten und einer Athletin reiste am Wochenende nach Norddeutschland zu der Halbmarathon-DM, die wie im vergangenen Jahr erneut in Hannover stattfand. Die flache Strecke durch die Stadt animierte schon im Vorjahr zu Bestzeiten, aber die Läufer hatten am Sonntag mit ungewöhnlich warmen Temperaturen zu kämpfen.

Grandios meisterte Langstrecklerin Anais Sabrié diese erschwerten Bedingungen. Die deutsch-französische Studentin aus Lyon hat grundsätzlich eine Vorliebe für heiße Rennen (im wahrsten Sinne des Wortes) und stürmte bei ihrem ersten Auftritt bei einer DM in diesem Jahr auf einen tollen 4. Platz in ganz starken 1:15:55 Stunden. Sie zeigte sich sehr glücklich mit ihrer Leistung nach einem halben Jahr Auslandspraktikum in Frankreich und konnte ihre PB vom Vorjahr auf selber Strecke um beinahe eine Minute verbessern.

Durchweg sehr solide Einzelplatzierungen brachten dem Männerteam der LAV Stadtwerke Tübingen die verdiente Bronzemedaille. Timo Göhler zeigte sich nach Verletzungspause sichtlich zufrieden mit dem 9. Platz insgesamt (1:07,17 Stunden), ebenso wie Lorenz Baum bei seinem ersten Halbmarathon nach dem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr (14. Platz; 1:07,58 Stunden). „Ich war bis Kilometer 16 an Timo dran, aber dann kam der Hammer und ich habe mich noch durchgerungen.“ Peter Obenauer komplettierte in 1:09,58 Stunden mit Rang 28 die Mannschaft, welche in einer Gesamtzeit von 3:25,12 Stunden nur knapp hinter den Siegern aus Düsseldorf und Wattenscheid lag. Levin Maurer wurde in 1:13,21 Stunden am Ende 51.

Spannender Kampf in der M70: Walter Johnen konnte in pfeilschnellen 1:38,54 Stunden zwar netto den Sieg in der Altersklasse M70 erlaufen, holte sich damit aber "nur" den deutschen Vizetitel (brutto: 1:39:39, Silbermedaille). Der Grund: Sein AK Gegner Gräber (Gesamtplatz 444, brutto 1:39:16) stand beim Start fast eine Minute weiter vorne und rettete seinen Vorsprung knapp ins Ziel. Auch der Dritte (Dittberner, Platz 451) kam direkt einen Platz nach Walter mit ihm zeitgleich ins Ziel. Zwischen dem erstplatzierten und dem drittplatzierten Läufer in der AK 70 lagen nur 23 Sekunden. Walter wurde insgesamt 450. im DM Rennen und war damit noch deutlich schneller als viele jüngere Läufer. Baum fasste am Ende zusammen: „Es war richtig warm, aber alle haben bis zum Ende gekämpft. Gute Teamarbeit also!“.

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