So ganz reibungslos verlief die bisherige Saison weder für Janina Ruf noch für Jule Vetter. Während erstere nur sehr verspätet in die Saison nach einem schweren Unfall im Herbst einsteigen konnte, und dadurch noch etwas Rückstand hat, wurde Langstrecklerin Jule Vetter nach einem erfolgreichen Trainingslager in Monte Gordo im Januar erstmal für ein paar Wochen von der Grippe außer Gefecht gesetzt. Dadurch waren die Erwartungen dieses Wochenende etwas gedämpft, doch beide gingen zuversichtlich in ihre Wettkämpfe.

Jule Vetter stand bereits am Samstag Mittag auf der 200m- Bahn am Start in ihrer Paradedisziplin über 3000m. Das bedeutet 15 Runden auf der engen Rundbahn und mit 10:10,36 Minuten konnte Vetter immerhin die zweitbeste Zeit ihres Lebens auf dieser Distanz erreichen. Das reichte in der ziemlich engen Endwertung für Rang 7.

Gleich zweimal am Start stand Janina Ruf: Mit einem tollen Lauf und einer starken Zeit von 4:41,41 Minuten sicherte sich Ruf in den Vorläufen souverän ihren Platz im Finale. Am Sonntag kam die junge Mittelstrecklerin leider nicht so gut ins Rennen und musste sich letztlich in 4:46,65 Minuten mit Rang 11 begnügen. Ruf zeigte sich nach dem Rennen frustriert: "Ich bin leider gar nicht zufrieden. Es war am Anfang ein ziemliches Gerangel und irgendwie lief es gar nicht rund", erklärte die Schülerin danach.

Coach Isabelle Baumann konnte dem Wochenende dennoch einige positive Dinge abgewinnen: "Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Beide Athletinnen hatten ihre Unterbrechungen im Trainingsprozess und insofern ist es schön, dass sie sich so mutig geschlagen haben. Nun muss nochmal ein Entwicklungsschub kommen." Nächstes Ziel sind dann die Deutschen Meisterschaften im Crosslauf, wo die LAV Stadtwerke Tübingen mit einem großen Team und 20 Startern anreist.