Geschrieben von Melanie Grimm, Fabian Vogt

Bei den Deutschen Meisterschaften der U16 am 18. Und 19. August in Wattenscheid gab es für die LAV-Nachwuchs Athleten Höhen und Tiefen. Dabei überzeugte Kaya Jauch mit zwei Platzierungen unter den besten Acht in Deutschland und erreichte die Bronzemedaille. Über 100m wurde Kaya Siebte und ist damit in zwei Disziplinen gleichzeitig  unter den besten Acht Deutschlands zu finden, eine bemerkenswerte Leistung. Eine weitere Bronzemedaille steuerte Ben Schlichter über die 3000m in 9:41 Minuten hinzu.

Das Wochenende begann jedoch für die weiblichen U16 Athletinnen mit einem Schock. Nach starken Vorleistungen in der 4x100m Staffel im bisherigen Verlauf der Saison und dem Gewinn von Medaillen bei Baden-Württembergischen und Süddeutschen Meisterschaften sowie der Steigerung des Kreisrekordes war das Ziel von allen klar: das Erreichen des A Endlaufes. Doch im Vorlauf passierte den vier Mädels Sara Poser, Kaya Jauch, Pauline Sohn und Sara Göhring das, was in einer Staffel immer passieren kann; ein Wechselfehler. Ein relativ großer Schock für alle, sowohl für die Athletinnen wie Trainer, denn bis dahin lag die Staffel in ihrem Vorlauf deutlich in Führung und war auf dem Weg ins Finale und zu einer starken Zeit. Natürlich mussten danach einige Tränen getrocknet werden, da das große Ziel der vier Mädels in dem Augenblick geplatzt war und sich die Enttäuschung breit machte. Dass nach dieser überragenden Staffelsaison das sogenannten i-Tüpfelchen fehlt ist natürlich extrem schade. Daraus werden die Athletinnen aber auch lernen und sie werden noch stärker zurückkommen.

Nicht einfach durch die gedämpfte Stimmung bei allen war dann die Vorbereitung für Kaya, die Ihren Vorlauf über 100m nur gut eine Stunde nach dem Ausscheiden der Staffel zu bewältigen hatte. Doch nach dem Vorlauf dann Erleichterung im Tübinger Team und zum ersten Mal wieder ein Lächeln in den Gesichtern. Kaya erreichte in 12,45sec das Ziel und stand damit im Endlauf der besten Acht Ihrer Altersklasse in Deutschland. Im Finale bestätigte sie Ihre Vorlaufzeit nochmals und wurde sehr gute Siebte. Wie stark dies einzuschätzen ist, zeigt ein Blick darauf, dass beide Zeiten erneut unter dem alten Kreisrekords des Kreises Tübingen lagen.

Am zweiten Tag standen für Kaya dann, die 80m Hürden auf dem Programm. Und auch hier wieder Schreckenssekunde im Vorlauf. Kaya führte den Lauf deutlich an, blieb dann aber an der letzten Hürde mit dem Nachziehbein so hängen, dass alle schon den Sturz vor Augen sahen. Irgendwie konnte sich Kaya jedoch auf den Beinen halten und rettete sich trotz Fast-Sturzes und dem totalen Geschwindigkeitsverlust immer noch- beeindruckender Weise- als Zweite des Laufes ins Ziel. Nun hieß es Hoffen und Bangen, ob es fürs A Finale noch reichen würde. Nach Ende des 4.ten Vorlaufes dann die große Erleichterung bei allen, es reichte fürs Finale und zeigte wie stark Kaya einfach über die Hürden ist.

Die Vorlaufzeiten der Acht Finalteilnehmerinnen bewegte sich alle innerhalb von nur 2 Zehntel. Dadurch gab es keine klare Favoritin für das Hürdenfinale. Nach dem Zieleinlauf war dann die Freude bei allen, sowohl bei Kaya wie auch bei Ihren beiden Trainern und bei Ihren Staffelmädels riesig. Die Anspannung bei allen fiel ab, die Freude war überwältigend und dieses Mal flossen die Tränen vor Freude. Trotz einer nicht optimalen ersten Hürde wurde Kaya in einem engen Rennen dritte und holte bei den Deutschen Meisterschaften die Bronzemedaille. Wenn man bedenkt, dass Kaya´s Zeit von 11,60sec im vergangenen Jahr zum Titel gereicht hätten, ist über diese beeindruckende Leistung alles gesagt. Beeindruckend für Ihre beiden Trainer war sicherlich auch, dass es Ihnen gemeinsam mit Kaya gelungen war nach dem enttäuschenden Start in diese Meisterschaft, die Heimreise dann aber mit einer Medaille anzutreten. Allen wurden mal wieder bewusst, was für ein extrem eingespieltes Team Sie sind und das Sie nach Niederlagen in kürzester Zeit es schaffen können, wieder zurückzukommen. Der Lohn für viele unzählige gemeinsame Trainingsstunden!!!

Württembergische Meisterin sowie Süddeutsche Meisterin über die 80m Hürden, Drittbeste in Deutschland, neuer Kreisrekord- eine mehr als beachtliche Leistung und eine eindrucksvolle Saison von Kaya über die Hürdendistanz.

Eine zweite Bronzemedaille für die LAV steuerte aus der Läufergruppe Ben Schlichter über die Langstrecke von 3000m dazu. In einem taktischen Rennen, das einem typischen Meisterschaftslauf glich, kam Ben nach 9:41min als dritter ins Ziel und durfte sich über die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften freuen. Die Zeit bedeutete für Ben, der sich die ganze Zeit während dem Rennen in einer guten Position aufhielt, auch eine Steigerung seiner bisherigen Bestleistung. Auch bei Ben war die Freude über diese Bronzemedaille natürlich sehr groß. Drittbester in Deutschland hört sich einfach super an.

Über die 800m bei den Jungs hatte Tom Rinderknecht sich für diese Meisterschaften qualifiziert. Frisch zurück aus dem Urlaub überzeugte auch Tom. Im Vorlauf hielt er sich super in der Spitzengruppe seines Laufes auf und lief mutig im Feld mit, was Ihn zu Einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:04,75min beflügelte. Danach dann die freudige Nachricht, dass er das B Finale über die 800m erreicht hatte. Zum ersten Mal musste Tom innerhalb von einem Wochenende zwei Mal die 800m in Angriff nehmen. Auch dies löste er hervorragend und wurde insgesamt bei seinen ersten Meisterschaften mit dem 14.Platz belohnt.