Geschrieben von Hanna Gröber

Durch die Änderung der Nominierungsrichtlinien für die Cross-Europameisterschaften im Dezember in Tilburg waren die Felder in jedem Rennen beim traditionellen Cross in Darmstadt in diesem Jahr noch stärker besetzt als sonst. Als Jüngster maß sich Marius Knisel in der MJU18 gegen starke Mitläufer und wurde auf dem ca. 4200 Meter langen, mit kurzen und knackigen Anstiegen gespickten Rundkurs 19. in 16:17,1 Minuten.

Nicht sehr zufrieden mit ihrer Leistung zeigte sich Jule Vetter nach ihrem Rennen. Vor zwei Wochen konnte sie beim Cross in Pforzheim als Vierte ihre außerordentlich starke Form unter Beweis stellen, doch heute fand Vetter überhaupt nicht ins Rennen. Dennoch biss sich die junge Studentin gegen sehr starke U20- Läuferinnen über 4200 Meter durch und lief in 15:35,5 Minuten trotzdem auf einen achtbaren Zehnten Platz in der WJU20. „Die Atmosphäre war super, meine Leistung nicht so sehr“, meinte Vetter danach selbstkritisch.

Zufriedener zeigte sich Langstrecklerin Anais Sabrié: Sie lief in der Frauenwertung auf der 6600 Meter langen Strecke in 24:32 Minuten auf Platz 11. „Ich habe mich im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorne gearbeitet, leider musste ich die meiste Zeit alleine laufen. Dadurch bin ich etwas zu sehr in einem angenehmen Rhythmus geblieben, als die Oberschenkel in der Mitte des Rennens schwer wurden. Insgesamt hat sich der Lauf aber dennoch gut angefühlt“, analysierte Sabré später.

Robert Baumann und Silvan Rauscher hatten mit 9000 Metern deutlich die längste Distanz zu bewältigen. Baumann belegte in 28:59,5 Minuten den 12. Platz in der U23- Wertung, wobei er immer noch dem jüngsten Jahrgang angehört und als Mittelstreckler mit der ungewohnt langen Strecke zu kämpfen hatte. Silvan Rauscher wurde in 30:22,6 Minuten 21. im selben Rennen. Trainerin Isabelle Baumann lobte den Kampfesgeist ihrer Athleten und auch wenn sie sich nicht ganz zufrieden mit den Ergebnissen zeigte: „Für den kommenden Winter sind das auf jeden Fall sehr gute Trainingsreize!“