Geschrieben von Jule Vetter

Am Freitag den 7. Dezember konnte Hanna Gröber ihre gute Form nochmals bestätigen. Nur sechs Tage nach den erfolgreichen NCAA Cross Country Championships, wo sich die Läuferin den sechsten Platz sichern konnte, verbesserte die Tübingerin ihre Bestleistung über 5000 m in der Halle um mehr als eine halbe Minute.

Der erste Hallenwettkampf des Jahres wurde von der Grand Valley State University, die Gröber seit knapp anderthalb Jahren besucht, im hauseigenen Kelly Family Sports Center ausgetragen. 

Die 42 Starterinnen wurden in drei Läufe aufgeteilt. Gröber befand sich im ersten und damit im schnellsten Lauf, der über 5000 m auf der 300 m Indoor-Bahn ausgetragen wurde. Das Rennen begann in einem für Gröber angenehmen Tempo. „Ich habe mich deutlich lockerer gefühlt als erwartet. Die ersten drei Kilometer habe ich mich einfach nur auf den Rücken meiner Konkurrentinnen fokussiert und immer weiter nach vorne gearbeitet“, sagte Gröber nach dem Lauf. Sich von hinten nach vorne zu arbeiten könne sie sowieso am besten, ergänzte die Tübingern noch schmunzelnd. 

Gröber sammelte auf den 16 2/3 Runden Läuferin um Läuferin ein und passierte sogar ihre Teamkameradin Sarah Berger, die das Rennen bei den NCAA Cross Country Championships gewonnen hatte. 

„Ich wusste gar nicht wie schnell ich gelaufen bin. Ich habe die Rundenzeiten komplett ausgeblendet“, berichtete Hanna Gröber. Das hat ihr offenbar nicht geschadet. Ihre Trainer gaben später an, dass sie die 3000 m nach 9:53 min passiert und damit eine neue persönliche Bestleistung im Rennen aufgestellt habe. Ihre vorherige Bestzeit vom Anfang des Jahres über diese Strecke war 5 s langsamer. 

Das Ziel der 5000 m erreichte die Läuferin nach 16:25.99 min und verbesserte damit ihre vorherige Hallenbestzeit von 17:02,09 min, die sie im März diesen Jahres in der Halle gelaufen war, deutlich. Auch ihre schnellste Zeit im Freien konnte Gröber um 27 s verbessern.

„Ich habe auch keine Ahnung, was gerade los ist. Irgendwie bin ich zur Zeit auf einem High“, kommentierte die Studentin ihr Ergebnis. Doping sei es aber nicht, was zu der sensationellen Form geführt habe, fügte Gröber dann noch lachend hinzu. Vielleicht aber der Fakt, dass sie sich sehr wohl im Team und an der Universität fühle und dort eine zweite Heimat gefunden habe.