Geschrieben von Michael Schramm

Steffen Große wird Sportdirektor der LAV Stadtwerke Tübingen. Der 55- jährige besetzt ab sofort den neu geschaffenen Posten. „Mit der Verpflichtung von Steffen Große sollen neben dem stark wachsenden Soundtrack European Athletics Meeting die Weichen für einen erfolgreichen und nachhaltigen Breiten- und Spitzensport in unserem Verein gestellt werden“, kündigt Claus Claussen, der Vorstandsvorsitzende der LAV Stadtwerke Tübingen, an.

„Eine Top-Veranstaltung wie Soundtrack in Tübingen mache schließlich nur dann Sinn, wenn parallel dazu ein qualitativ hochwertiges Trainingsangebot für unsere jungen Athleten entsteht“, so LAV-Boss Claussen. Steffen Große wird daher laut dem LAV-Chef vor allem die Koordination und Unterstützung der Trainer in den unterschiedlichen Disziplinen und Altersklassen verantworten sowie ein sportliches, wirtschaftliches und zukunftsträchtiges Modell grundlegend aufbauen. „Wir legen heute mit der Verpflichtung von Steffen den Erfolg von morgen“, freut sich Claussen.

Der Name Steffen Große ist nicht nur vielen Insidern aus der Leichtathletik und dem Triathlon ein Begriff. Nach seiner sportlichen Karriere als Langstreckenläufer und Studium der Sportwissenschaften sowie seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Trainingswissenschaften in Leipzig (u.a. Assistenz-Nationaltrainer Radsport Elite), wurde er 1992 zum ersten deutschen Bundestrainer Triathlon berufen.

Unter seiner Führung entwickelte sich der Verband zur weltweit führenden Triathlon-Nation und der Standort Saarbrücken zu dem zentralen deutschen Olympiastützpunkt im Triathlon. Steffen Große zählt ohne Zweifel zu den
weltweit erfolgreichsten Trainern im Triathlon-Business. So war er langjähriger Trainer des ersten deutschen Ironman Weltmeisters Thomas Hellriegel, des Folgesiegers Norman Stadler, des mehrfachen Ironman-Siegers Lothar Leder und des Vize-Olympiasiegers Stefan Vuckovic.

Nach erfolgreichen und medaillenreichen Stationen als Triathlon- Nationaltrainer in Dänemark, Luxemburg und der Schweiz sowie zwischenzeitlich als Sportdirektor des Thüringischen Leichtathletik-Verbandes greift Steffen Große nach einer neuen Herausforderung: „In Tübingen bewegt sich richtig was. Das gefällt mir. Nichts ist im Sport schlimmer als Stillstand. Die Zusage für den Posten als neuer Sportdirektor fiel mir nach den inspirierenden Gesprächen mit meinem ehemaligen Athleten Tom Schleich leicht. Zum einen hat man kaum eine Chance, wenn man in die Fänge von Tom gerät“, sagt Große grinsend. „Zum anderen habe der Verein schon einige hervorragende Trainer im Jugendbereich. Diese gilt es in all ihren Möglichkeiten zu stärken.“