Geschrieben von Gerold Knisel

Düsseldorf. Die deutschen Meisterschaften im Marathon fanden am Wochenende in der NRW Landeshauptstadt entlang der Rheinuferpromenade und durch die Stadtteile Düsseldorfs statt. Aus Tübingen waren vier Langstreckler der LAV dabei. Neuzugang Tobias Babel (38), erst seit wenigen Monaten beruflich hierher gekommen war der schnellste Tübinger. In 2:34:24 Stunden wurde er Vierter der Klasse M35, knapp (70 Sekunden) an der Bronzemedaille vorbei geschrammt. "Dennoch happy Bestzeit gelaufen zu sein" so sein Kommentar. Etwas glücklicher verlief es für drei weitere Läufer.

Matthias Koch, Dreifachsieger der vergangenen Jahre und im letzten Jahr verletzungsbedingt gehandicapt, konnte in 2:41:21 an seine alte Form anknüpfen und Silber in der M55 in Empfang nehmen. Auch Alfred Gross schaffte dies. In der M70 finishte er nur ganz knapp hinter dem Sieger (er lief 3:29:42), aber auch ganz dicht vor dem Dritten, als Zweiter dieser Klasse in 3:30:10 Stunden. Über Einzel-Silber konnte er sich wirklich freuen. Auch der Vorsitzende der benachbarten LG Steinlach-Zollern Dieter Schneider, seit diesem Jahr neu in der Klasse M65, schaffte einen überraschenden zweiten Platz in 3:17:20. Vierter LAV-Starter war Martin Göth in der M55. Seine Zeit von 3:57:23 war einer Erkältung, die er eine Woche zuvor erlitt geschuldet. Er hatte lange überlegt, ob er starten kann. Einziger Wermutstropfen war das Fehlen eines kompletten Teams, wo die Tübinger sonst gute Chancen auf Edelmetall haben. Dies werden die LAV Teams in drei Wochen in Mössingen bei der Baden-Württembergischen über die 10 Kilometer nachholen.
Im Halbmarathonrennen, das erstmals in Düsseldorf ausgetragen wurde, schaffte Nicole Schwindt (LAV) nach langer Verletzung ein perfektes Comeback. Sieg in der Klasse W60 in 1:43:25.
ERGEBNISSE
Hamburg. Walter Johnen, im vierten M70er Jahr, sah von einem Start bei den Meisterschaften ab und reiste mit einer Hirschauer Gruppe nach Hamburg. Dort lief er ohne Druck, dennoch ereilte ihn ein Missgeschick bei einem Sturz an einer Wasserstelle. "Da war dann die Luft vollends raus" schilderte er den Vorfall schon im ersten Teil des Rennens an der Alster. Ins Ziel kam er dann knapp unter der Vierstundengrenze. Beste Hirschauerin war Karin Hormann mit Bestzeit von 3:31:49, bester Hirschauer war Kai von der Ohe in 2:59:54.

 Bild unten: Alfred Gross (links) Deutscher Vizemeister M70 im Marathon

Martin Göth