Geschrieben von Hanna Gröber

Die flache und schnelle Strecke durch die Hauptstadt, die schließlich sogar unter dem Brandenburger Tor hindurchführt, eignet sich perfekt für einen Angriff auf die eigene Bestmarke. Neben zahlreichen Läufern afrikanischer Herkunft reisten am Wochenende auch einige Tübinger nach Berlin zum 46. BMW Berlin Marathon. Für Lorenz Baum und Timo Göhler war das erklärte Ziel eine Zeit möglichst unter der 2:20- Stunden- Marke.

"Die Bedingungen waren nicht ganz einfach", gestand Lorenz Baum erschöpft, aber glücklich im Ziel. "Ab Kilometer 37 wurde es richtig hart und ich habe noch eine Minute verloren, bin aber über die Zeit sehr zufrieden!" Die Trainigspartner Timo Göhler und Baum gingen den Marathon zusammen an und konnten nach einer Weile zum Glück eine gute Gruppe finden, in der die beiden bis zur ersten Halbmarathon- Marke mitrollen konnten. "Ab da musste ich dann auch häufiger vorne das Tempo machen, aber man kann halt auch nicht immer bis Kilometer 35 im Windschatten laufen", erklärte Baum den Rennverlauf schmunzelnd. Er verbessterte seine bisherige Bestzeit von seinem Marathon- Debüt in Frankfurt im letzten Jahr um fast 4 Minuten!

"Ich bin froh, dass ich es ins Ziel geschafft habe", meinte auch Timo Göhler nach seinem Zieleinlauf. Bis zu Kilometer 30 konnte der Langstreckler mit Baum mithalten, musste aber auch selbst anerkennen, dass er bereits hier "etwas über den eigenen Verhältnissen" lief. Somit musste Göhler die letzten sieben Kilometer richtig kämpfen, wurde aber letztlich dennoch mit einer äußerst starken Zeit von 2:20,18 Stunden belohnt. Damit stehen sowohl Baum, als auch Göhler, in den Top10 der deutschen Jahresbestenliste!

Lars Riethmüller erreichte in sehr starken 3:09,59 Stunden das Ziel mit fast ebenmäßigen Halbmarathon-Zeiten und arbeitete sich im Feld immer weiter nach vorne. Unter der magischen 3- Stunden Marke blieb Läufer Gunnar Erz: Er lief die zweite Hälfte mit einem deutlichen Negativ- Split von 4 Minuten und wurde mit einer starken Zeit von 2:56,45 Stunden belohnt. Christian Diedrich kam in 3:28,05 Stunden in einer soliden Zeit ins Ziel und wurde damit 88. in seiner Altersklasse.

Laufass Joachim Stuhlinger (M60) lief beeindruckende 3:18,44 Stunden, knapp vor ihm kam Teamkollege Matthis Synofzik in 3:17,19 Stunden ins Ziel. Ebenfalls erfolgreich finishen konnte Patrice Wegener in 4:24,32 Stunden.

Zu den Ergebnissen:

https://berlin.r.mikatiming.com/2019/?lang=EN