Geschrieben von Hanna Gröber

Egal ob Cross, Bahn oder Straße: Katja Fischer ist in diesem Jahr schnell unterwegs und das auf allen Distanzen. Nach einer starken Bahnsaison und kurzer Pause nach den Deutschen Meisterschaften Anfang August bereitete sich Fischer sehr intensiv auf die neue und bisher längste Distanz in den letzten 8 Wochen vor. "Ich habe versucht in nur acht Wochen wirklich das Maximale herauszuholen, trotz einer relativ kurzen Vorbereitung, v.a. für einen Langstreckenneuling wie mich", beschrieb Fischer ihr Training, "Ich war bereit, heute wirklich alles -und vielleicht sogar ein bisschen mehr- zu geben und konnte die super Stimmung echt genießen!"

Bis Kilometer 17 war die Läuferin sogar auf Kurs um die 1:14 Stunden. Dann wurde es hart für die ehemalige Mehrkämpferin und sie musste doch noch eine knappe Minute auf den letzten Kilometern liegen lassen. "Da merkt man hintenheraus doch, dass der Halbmarathon eine neue Belastung für den Körper ist," kommentierte Fischer ihr Rennen schmunzelnd. "Ich bin aber super glücklich mit der Zeit und meinem Sieg! Ich bin super dankbar für meine Familie, die Mehrkampfgruppe und v.a. Timo, der mich ganz kurzfristig dann doch als Pacemaker unterstützt hat." Eigentlich hatte ihr Freund die Laufsachen ja gar nicht eingepackt und sich erst über nacht zum Tempomachen entschlossen...

Nach vielen Interviews und einer ungewohnten Dopingkontrolle durfte Fischer dann endlich beim wohlverdienten Buffet schlemmen und konnte ihren Sieg feiern. Am Ende hatte die Tübingerin fast vier Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Sabrina Mockenhaupt- Gregor (1:19,06 Stunden) und steht nun unter den Top 10 der deutschen Jahresbestenliste der Frauen. Letztlich fasste Fischer ihre erste Erfahrung über die 21,1 Kilometer in zwei kurzen Worten zusammen: "Geil wars!"

Zu den Ergebnissen:

https://koeln-marathon.de/ergebnisse/#2_28BAD6