Geschrieben von Jule Vetter

Am Freitag brachen die beiden 15-jährigen Tübinger Lotta Mage und Luca Haug zum Bundesleistungszentrum Kienbaum auf, wo sie bis Dienstag an dem 22. „Fair-Play-Camp“ des Deutschen Leichtathletikverbandes teilnehmen durften.

Das in Brandenburg gelegene Trainingszentrum ist seit Jahrzehnten die Anlaufstelle für den deutschen Spitzensport. Mit zwei Laufbahnen, einer Leichtathletikhalle, diversen Technikanlagen und mehreren Krafträumen ausgestattet, bot das Sportzentrum die ideale Umgebung für die aus allen Disziplinblöcken angereisten 140 Leichtathleten. Zuvor mussten die Athleten jedoch von ihrem jeweiligen Landesverband für eine Teilnahme nominiert werden. 

Der erste Abend in Brandenburg wurde zunächst mit Kennlernspielen gefüllt. Am darauffolgenden Tag ging es dann mit dem Programm los. Dies setzte sich aus Workshops zu den Themen „FairPlay“, „Dopingprävention“ und „Sportpsychologie“ sowie aus Trainingseinheiten und verschiedensten kognitiven und motorischen Tests zusammen.

Die Trainingseinheiten fanden disziplinabhängig bei den jeweils zuständigen Bundestrainern statt. Zwei der zahlreichen, grundsätzlich disziplinabhängigen Tests wurden von allen Teilnehmern absolviert. Dies war zum einen der Funktional Movement Screen (FMS) und zum anderen der WTS (Wiener Testsystem).
Beim Functional Movement Screen (FMS) handelt es sich um einen funktionalen Bewegungstest, der entwickelt wurde, um frühzeitig Defizite zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Beim Wiener Testsystem werden vor allem die psychologischen Leistungskomponenten der Teilnehmer erfasst. Es werden die kognitiven und mentalen Anforderungen in Wettkampfsituationen stimuliert und dabei die Reaktion der Sportler auf den Druck gemessen.

Doch natürlich wurde in Kienbaum nicht nur trainiert und Vorträge besucht. Über die Tage hinweg wurden von den einzelnen Gruppen verschiedene Fotos gemacht, die am letzten Abend im Rahmen einer Präsentation gezeigt wurden. Diese Fotos flossen zusammen mit einigen Gruppenspielen in die Wertung eines Wettbewerbs zwischen den einzelnen Gruppen ein, den aber weder die Gruppe von Lotta noch von Luca für sich entscheiden konnte.
„Das Programm war ziemlich straff, aber das hat der guten Stimmung nicht geschadet. Die Tage haben richtig Spaß gemacht. Der einzige negative Punkt war, dass wir zum Essen immer 15min laufen mussten“, resümierte Lotta am Ende des Camps.