Geschrieben von Jule Vetter

Am vergangenen Samstag und Sonntag fanden die Württembergischen Hallenmehrkampfmeisterschaften in Ulm statt. Mit dabei waren auch zwei Tübinger U18 Athleten und drei aus der Altersklasse M 14.

Die männliche U18

Für Luca Haug begann der erste Wettkampftag mit Doppelbestleistung. Im Weitsprung sprang er auf 6,27 m und die 60 m absolvierte er in 7,41 s. Beide Leistungen waren jeweils die zweitbesten Leistungen des gesamten sehr stark besetzten Feldes der männlichen U18. Leon Groh blieb bei seiner ersten Disziplin mit gesprungenen 6,10 m aufgrund von Anlaufproblemen hinter seinen Erwartungen zurück, konnte aber über die 60 m aufholen, als er nach 7,27 s mit Abstand als Schnellster des Feldes das Ziel durquerte. Im Stabhochsprung hatten beide Tübinger zu kämpfen. Obwohl die Sprünge beim Einspringen vielversprechend aussahen, blieb Luca mit 3,20 m hinter seinen Erwartungen zurück. Auch Leon, der bei der gleichen Höhe ausschied, konnte nicht sein volles Potential ausreizen. Den Abschluss des Tages bildete das Kugelstoßen, die Paradedisziplin von Luca Haug. Nach einer Umstellung auf die Drehstoßtechnik ist der Schüler jedoch bei seinem erst zweiten Wettkampf nach der Veränderung noch nicht auf dem überragenden Niveau des letzten Jahres angekommen. Die Kugel landete diesmal auf 12,64 m. Deutlich besser lief es für Leon Groh, der mit 12,93 m die zweitbeste Weite des Feldes erreichte.

Der zweite Wettkampftag begann mit den 60 m Hürden, der aktuell stärksten Disziplin von Leon Groh. Dies stellte er auch eindrucksvoll unter Beweis, als er in 8,45 s als Schnellster das gesamte Feld hinter sich ließ. Im anschließenden Hochsprung hatte Leon nach einer Anlaufveränderung in den vergangenen Monaten noch etwas zu kämpfen. Schließlich schraubte er sich aber über 1,64 m. Für Luca Haug dagegen begann der zweite Tag unerfreulich mit zwei nicht zufriedenstellenden Leistungen. Die 60 m Hürdern absolvierte er in 9,05s und den Hochsprung beendete er bei 1,60 m. Bei den abschließenden 1000 m holten die beiden Athleten dann nochmal alles aus sich heraus. Leon Groh kämpfte sich nach 3:01,97 min durchs Ziel und verbesserte damit nicht nur seine persönliche Bestzeit, sondern auch seine Platzierung auf den Silberrang. Damit konnte er seine Medaille aus dem Jahr zuvor bei der männlichen U16 auch in der U18 verteidigen. Luca stellte mit 3:02,77 min ebenfalls eine neue Bestleistung auf und wurde insgesamt sechster. „In den nächsten Monaten werden wir weiter an den Schwächen und Stärken der Jungs arbeiten. Luca muss noch einige Stöße mit der neuen Drehstoßtechnik im Kugelstoßen absolvieren,um im Sommer wieder an seine Leistungen heranreichen zu können. Leon hat schon einen super Wettkampf gezeigt, aber er hat das Potenzial für noch bessere Leistungen“, resümierte ihre Trainerin Meli Grimm nach dem Wettkampf. Jetzt steht für die Jungs erstmal ein Trainingsblock an, um im Frühjahr erneut mit Wettkämpfen zu starten.

 Die männliche U16

Ein straffes Programm hatten auch die Schüler der M 14 am Sonntag. Der Fünfkampf in dieser Altersklasse wurde an einem Tag ausgetragen. Leonard Gulde stieg gleich zu Beginn des Wettkampfes mit einer neuen Bestleistung ein, als er im Weitsprung bei 4,70 m in der Grube landete. Julian Göhring reihte sich mit 4,17 m hinter ihm ein. Erik Forstmann erwischte keinen so guten Start und blieb mit 4,05 m deutlich hinter seinen Bestleistung. In der zweiten Disziplin, dem Kugelstoßen, verbesserte Leonard seine am vergangenen Wochenende aufgestellte erste Weite mit dem 4kg schweren Wurfgerät auf 9,76 m. Erik und Julian absolvierten ihren ersten Wettkampf in dieser Disziplin überhaupt. Erik stieß die Kugel auf 6,52 m, Julian erreichte eine Weite von 7,90 m. Eine unbekannte Disziplin für alle drei Athleten stellten die 60 m Hürden dar. Dennoch meisterten Leonard (11,01 s), Erik (11,35 s) und Julian (12, 22 s) auch diesen Teil des Mehrkampfes. Der Hochsprung verlief vor allem für Julian Göhring erfolgreich, der mit übersprungenen 1,40 m seine bisherige Bestleitung nach oben schrauben konnte. Leonard überquerte die 1,52 m, schied dann aber bei der nächsten Höhe aus dem Wettkampf aus. Erik übersprang 1,32 m. Die abschließende Disziplin stellten die 1000 m dar, die zum ersten Mal in der Altersklasse als Wettkapfabschluss gelaufen werden. Erik brachte diese als schnellster Tübinger in 3:29,73 min hinter sich. Ihm folgte Leonard in 3:49, 54 min und Julian in 4:10,08 min. Im Gesamtklassement platzierte sich Leonard auf Rang 7, Erik auf Platz 9 und Julian auf dem 10. Platz. Mit der Mannschaft gewannnen die drei Jungs sogar die Silbermedaille. „Alle drei haben einen tollen Mehrkampf abgeliefert. Es war das erste Mal, dass sie am Ende eine längere Distanz laufen und beim Weitsprung mit Brett und nicht mehr mit Zone springen mussten. Dafür haben sie sich super geschlagen. Auch wenn nicht in jeder Disziplin neue Bestleistungen aufgestellt werden können, sammeln sie bei jedem Mehrkampf Erfahrungen“, fasste Trainer Nils Merten den Tag zusammen.