Geschrieben von Gerold Knisel

Bretten/Kraichgau. Coronabedingt musste der traditionelle Ultralauf im Kraichgau auf 99 Sportler begrenzt werden. Anja Karau (W50, LAV Stadtwerke Tübingen), schon vielfach mit sehr guten Ergebnissen bei langen Distanzen dekoriert, begab sich im Frauenfeld über die 52 hügelige Kilometer an den Start. Der wurde nachmittags ins Stadion verlegt, wo sich in kurzen zeitlichen Abständen immer drei Läufer auf die große Schleife mit mehr als 900 Höhenmetern gleichzeitig auf den Weg machten.

Die Strecke, das waren gute Rad- oder breite Feldwege. Parallel gab es auch noch ein Staffelwettbewerb. Drei Läufer bildeten eine solche Staffel zum Aufteilen der großen Distanz in kleinere Einheiten. Der Veranstalter TV Bretten hatte im Vorfeld einiges zu beachten z.B. bei der Verpflegung der Läufer, so gab es keine offenen Getränke. Auch Müsliriegel und Gels wurden nur verpackt an sechs Stellen ausgegeben. Auf der großen Schleife war genügend Platz, auch einige Überholvorgänge konnten problemlos mit genügend Abstand durchgeführt werden. Anja Karau, vor zwei Wochen noch erfolgreich in einer der schnellen Marathonstaffeln mit Platz 5 in 2:52 Stunden in Tübingen beim Unistaffellauf, zeigte von Anfang an ihr Können vor allem auf langen Distanzen. In sehr guten 4:36:31 Stunden finishte sie als Siegerin der Frauen, allerdings nur knapp zwei Minuten vor der zweiten Sibylle Mai (W35, 4:38:19) aus Augsburg, die stark aufkam. Nur sechs Männer waren schneller als die Tübingerin.

"Mit meiner bei der Hitze erreichten Zeit bin ich richtig happy, zumal ich 10 Minuten schneller als letztes Jahr war," kommentierte die 50-jährige strahlend nach dem Rennen. Der Laufwettbewerb heisst Night52, eigentlich, weil auch die Sieger erst in der Dunkelheit das Ziel erreichen. Karau kam noch bei Helligkeit an, allerdings musste -auch wegen Corona- der Start von 17.30 auf 16 Uhr vorverlegt werden. Der geplante 10km-Citylauf in der Innenstadt fiel den besonderen Umständen und nicht realisierbaren Konzepten ins Wasser. ERGEBNISSE