Geschrieben von Hanna Gröber

"Die Bedingungen waren perfekt, die Strecke war topfeben und ohne Winde und bis auf die 180-Grad- Wende war die Strecke sehr gut zu laufen", resümierte ein zufriedener Peter Obenauer den Corona-konformen Straßenlauf, der auf einer Pendelstrecke auf einer gesperrten Waldstraße in Berlin am Samstagvormittag ausgetragen wurde. Beim Sieg von Daniel Ebenyo in sehr flotten 27:18 Minuten profitierten auch die Tübinger Läufer von den tollen Bedingungen mit mehreren starken Feldern und so gab es zahlreiche Bestzeiten. Obenauer selbst lief ein beeindruckend gleichmäßiges Rennen mit Splits von 15:39 und 15:43 Minuten über die ersten und letzten 5km und kam somit nach 31:23 Minuten als 16. des B-Laufs im Ziel an. Aufgrund von Verletzungssorgen im Juli und knapper Vorbereitung zeigte sich der Tübinger Langstreckenspezialist sehr zufrieden mit der eigenen Leistung.

Mit dem Ziel, unter der 30- Minuten Marke zu bleiben, war Timo Göhler nach Berlin gereist. Der Tübinger startete als einziger im A-Lauf mit der nationalen und internationalen Elite. Er wurde dort starker 17. und blieb zwar knapp 5 Sekunden über seiner erklärten Vorgabe in 30:05 Minuten, zeigte sich dennoch zufrieden. "Ich habe alles gegeben, und wir sind als Gruppe sicher etwas zu schnell los, daher musste ich am Ende etwas büßen." Ähnlich erging es auch seiner Freundin und der einzigen LAV- Läuferin Katja Fischer, die sich ebenfalls eine Marke vorgenommen hatte: Ihr ambitioniertes Ziel war eine 33er Zeit und damit eine deutliche Verbesserung ihrer PB über 10km. Auch sie startete im A-Lauf und war bis 7 Kilometer auf Kurs, musste jedoch ebenfalls am Ende die Zähne zusammenbeißen. Trotzdem blieb sie letztlich nur knapp 9 Sekunden über ihrer PB aus dem Frühjahr und zeigte, dass sie sich wieder an das tolle Niveau aus dem Frühjahr herangearbeitet hatte. Ihre Zeit von 34:22 Minuten reichte am Ende zu einem starken 15. Platz. "Ich bin zwar nicht ganz zufrieden, aber die Beine waren hintenraus leider dann sehr müde", meldete sich Katja Fischer nach dem Lauf. Die Langstreckler hoffen noch auf 1-2 Gelegenheiten, in diesem Herbst ihre Bestzeiten angreifen zu können.

Als Schnellster des B-Laufs setzte sich ein anderer Tübinger durch: Robert Baumann. Baumann, der sonst eher selten auf der Straße und mehr mit Hindernissen unterwegs ist, verbesserte seine 10km- Bestzeit gleich um mehrere Minuten auf sehr starke 30:16 Minuten und setzte sich als Sieger gegen Marius Abele durch. Baumann ist noch in der U23 startberechtigt und zeigt mit der Zeit, dass er in diesem Jahr ein ganz neues Ausdauerniveau erreicht hat.

Eine neue Bestzeit gab es auch für Lorenz Baum: Dieser blieb nun endlich deutlich unter der lange gejagten DM-Norm über 10,000m (30:50 min) und erreichte in 30:30 Minuten als starker 6. das Ziel in Berlin. Auch er hatte im Sommer Verletzungssorgen und daher nur eine relativ knappe Vorbereitung bis zum Herbst.

In der Besetzung Baum, Göhler und Baumann erreichte zudem die Mannschaft der LAV eine bärenstarke Zeit von insegsamt 1:30,51 Stunden und blieb damit nur knapp 3 Minuten hinter dem deutschen Rekord, der im selben Rennen von der LG Telis Finanz Regensburg auf 1:27,14 Stunden verbessert wurde.