Geschrieben von Uli Böckle

Vergangenen Samstag hatte die LAV drei TeilnehmerInnen in Freiburg beim Spitzensport-Langstreckentag am Start.
In der für Regional-, Landes- und Bundeskaderahleten ausgerichteten Laufveranstaltung im Freiburger Staudingerstadion waren neben einem tagesaktuellen Corona-Schnelltest einige Auflagen einzuhalten um zum Start zugelassen zu werden. Der Veranstalter hatte für die Umsetzung der von der Stadt Freiburg vorgegeben Schutzauflagen, wie zum Beispiel maximal 100 Anmeldungen, vorgegebene Laufwege innerhalb der Sportanlage zur Vermeidung von Begegnungsverkehr, großzügige Pausen zwischen den Läufen und durchgehende Maskenpflicht die städtische Zulassung erhalten. Mit ein Grund dafür waren sicherlich auch die bis zu diesem Zeitpunkt konstant unter 100 liegenden niedrigen 7-Tage-Inzidenzen für die Stadt Freiburg.

Gleich im ersten Lauf war die 13-jährige Emma Thorwarth (W14) als jüngste im Rennen über die 2000 Meter am Start. Bei nur fünf Teilnehmerinnen musste sie leider ab der dritte Runde auf Platz zwei liegend ihr Rennen alleine gestalten. Diese Platzierung konnte sie bis zum Ende mit beruhigendem Vorsprung halten und lief in flotten 7:15,54min über die Ziellinie.

Im zweiten Rennen des Tages und damit das erste der männlichen Klassen ging es für den ebenfalls 13-jährigen Jakob Liebrich (M14) über die 3000 Meter, für dem M14-Schüler war es das erste Mal, dass er die siebeneinhalb Stadionrunden in Angriff nahm. In einem homogenen Feld schaffte er es, ein gleichmäßiges, aber durchaus ambitioniertes Tempo anzuschlagen. Die Durchgangszeiten bei 1000 Metern (3:20min) und 2000 Metern (6:42min) ließen sogar auf eine Zeit unter 10 Minuten hoffen. "Sehr hart", wie er nach dem Rennen bemerkte, gestaltete sich der letzte Kilometer für ihn, was ihn aber nicht daran hinderte, auf den letzten 200 Metern noch einmal ein paar Kraftreserven zu mobilisieren. Äußerst knapp blieb er mit 10:00,57min am Ende über der 10-Minuten-Grenze. Damit konnte er im ersten Rennen der Freiluftsaison 2021 gleich die Kadernorm für den Landes-Nachwuchskader knacken.

Die dritte im LAV-Bunde, Julia Abröll, Neuzugang aus Nürtingen, die ihre Stärken bisher eher über die 800 Meter unter Beweis stellen konnte (im vergangenen Jahr war sie Landesmeisterin bei der W15), wagte sich ebenfalls an ihren ersten 3000er heran. Ein Lauf zum Reinschnuppern in die längeren Strecken sollte es für die 15-Jährige sein, entsprechend war auch die Trainervorgabe eher defensiv, den ersten Kilometer sollte sie ruhig und kontrolliert anlaufen.

Auch sie erwischte vom Start weg eine kleine Gruppe, die zu ihrem Anfangstempo passte, so dass sie bis zur 2000-Meter-Marke gleichmäßig "mitschwimmen" konnte. Auf den letzten 1000 Metern zeigte dann das verstärkte Ausdauertraining der letzten drei Monate seine Wirkung. Sie konnte noch einmal zwei Plätze gut machen und wenn es auch am Ende zu keinem echten Endspurt mehr reichte, war dieses Schlussdrittel in 3:23 min der schnellste der drei Kilometer, was ihr am Ende eine ausgezeichnete Zeit von 10:19,25min einbrachte. Auch sie blieb damit erfreulicherweise untere der Landes-Kadernorm für das kommende Wettkampfjahr. Auch die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften dürfte damit in greifbare Nähe gerückt sein, wobei eine Durchführung wie so vieles in diesem Jahr noch offen ist.

Alle Ergebnisse findet ihr hier.