Geschrieben von Lisamarie Haas

Hanna Klein hat ihren zweiten Wettkampf in den USA bestritten und dabei gleich für einen Paukenschlag gesorgt. In Irvine, Kalifornien hat sie über 5000 Meter in 15:01,99 Minuten ihre persönliche Bestzeit um 15 Sekunden verbessert und damit die Olympianorm (15:10) deutlich unterboten. Mit dieser Zeit ist sie außerdem sechstschnellste Deutsche aller Zeiten über 5000 Meter. In einer schnellen 67-Sekunden-Schlussrunde sicherte sie sich in einem Weltklasse-Feld den siebten Platz. "Es war für mich ein einmaliges Erlebnis mit so vielen Frauen an der Startlinie zu stehen. Die Bedingungen waren optimal und die Pace war am Anfang auch super gleichmäßig, aber nach drei Kilometern wurde die Geschwindigkeit etwas verschärft und ich konnte nicht so richtig mitgehen. Dann hat sich eine Lücke aufgetan und ich musste alleine arbeiten, das war hart. Zum Ende hin kam dann eine Britin und eine Kanadierin, das hat mir dann wieder geholfen. Ich war überrascht, dass ich dann doch noch so schnell war", fasst Hanna das Rennen zusammen. 

 

Gregor Traber meldet sich über die Hürden zurück

Beim Road to Tokyo Sportfest in Mannheim ist Gregor Traber in seinem ersten Einzelrennen seit 2019 in 13,52 Sekunden über die 110 Meter Hürden in das Olympiajahr gestartet. Damit ist er wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor seiner OP im vergangenen Jahr. Seit 20 Monaten war es für ihn neben dem Rennen bei den World Relays das erste 110-Meter-Hürden Rennen. In zwei Rennen sprintete er zu 13,57 Sekunden und 13,52 Sekunden und zeigte damit nicht nur eine gute Konstanz, sondern hielt auch die nationale Konkurrenz in Schach. "Ich habe technisch noch nicht das abgerufen, was ich mir im Training teilweise schon erarbeitet habe. Wer mich kennt, weiß, ich bin sehr ehrgeizig - ich bin nicht zufrieden, weder mit der Zeit, noch damit wie ich gelaufen bin. Es ist noch nicht technisch das, was ich laufen will. Es ist noch mit viel Vorsicht und ich habe noch kein gutes Distanzgefühl. Aber ich glaube, das ist mit der langen Verletzungspause und der OP letzten Sommer auch ganz normal. Im Training läuft es schon besser als im Wettkampf, das heißt, ich muss jetzt einfach ruhig bleiben und gesund bleiben", resümiert Gregor Traber seine Leistung selbst. Weiter geht es für ihn am kommenden Samstag in Weinheim und dann bei den Deutschen Meisterschaften (4.-6. Juni in Braunschweig). 

Hier geht es zu den Ergebnissen aus Mannheim.

 

Lange Laufnacht in Karlsruhe

Bei der Langen Laufnacht in Karlsruhe sind am Samstag Lorenz Baum, Katja Fischer und Ben-Eric Schlichter an den Start gegangen. Lorenz Baum lief im B-Lauf über 5000 Meter der Männer, der männlichen Jugend U20 und U18 ein einsames Rennen an der Spitze. Das Ziel, die DM-Norm von 14:18 Minuten zu unterbieten, war im Alleingang und bei windigen Böen nicht erreichbar. Bis etwa 3200 Meter war er noch auf Kurs, dann verließen ihn etwas die Kräfte. "Es fehlt mir noch etwas die Tempohärte", sagte Lorenz. Am Ende schloss das Verfolgerfeld zu ihm auf – Lorenz wurde zweiter im B-Lauf in 14:38,19 Minuten.

Ebenfalls über 5000 Meter am Start war Katja Fischer. Sie wurde in 16:54,15 Minuten 21.. Für die DM-Norm von 16:45 Minuten fehlen ihr nur wenige Zehntel. Für die DM zählen nur Rennen aus diesem oder dem vergangenen Jahr – im vergangenen Jahr lief sie die 5000 Meter in 16:45,55 Minuten. Für Ben-Eric Schlichter war es ein Bestleistungsrennen über 1500 Meter. Der U-20-Athlet lief in 4,04,51 Minuten neue persönliche Bestzeit. Jackie Baumann war unter anderem über 800 Meter als Pacemakerin dabei und hat die Läuferinnen über drei Viertel der Strecke begleitet. Bis 600 Meter führte sie das Feld in 1:30 Minuten an.

Hier gibt es die Ergebnisse aus Karlsruhe.

 

Rewe Invitational Run in Chemitz

In Chemnitz waren ebenfalls zwei Tübinger Athleten am Start. Beim Rewe Invitational Run waren Friedrich Horn und Niklas Unger über die 10 Kilometer dabei. „Ich bin nicht zufrieden. Ich bin deutlich zu schnell angegangen. Bis Kilometer 5 hat es sich eigentlich gut angefühlt, aber danach war die Luft einfach raus. Ich denke aber die nächste Chance kommt bald“, fasste Friedrich Horn sein Rennen zusammen. In 33:19 Minuten kam er auf den 26. Platz. Knapp vor ihm lag am Ende Niklas Unger (24. Platz), der die 10 Kilometer in 32:53 Minuten zurücklegte. „Ich bin nicht 100-prozentig zufrieden. Ich wollte eigentlich 32:30 laufen, aber leider sind wir am Ende eingegangen“, sagte Niklas Unger nach dem Lauf.

Hier findet ihr die Ergebnisse aus Chemnitz.

 

 Niklas Unger Friedrich Horn