Geschrieben von Lisamarie Haas

Bei den Württembergischen Meisterschaften der U16 waren im Laufbereich fünf U16 Athletinnen und Athleten aus Tübingen dabei. Alle fünf konnten neue persönliche Bestleistungen über die 800m aufstellen und das i-Tüpfelchen: Drei Medaillen durfte der LAV-Laufnachwuchs mit nach Hause nehmen. 

In der Altersklasse W14 war Emma Thorwarth am Start. Mit einer PB von 2:27,19 und der viertschnellsten Meldezeit an den Start gegangen, konnte sie durchaus vorsichtig mit einer Medaille liebäugeln. Im vom Start an schnellen Rennen hatte es auf den letzten 200m den Anschein, als würde sie den Anschluss an die Führungsgruppe verlieren. Sie kämpfte sich aber auf der Zielgeraden noch einmal heran und konnte auf den letzten zehn Metern noch auf den heiß erfreulichen Bronzeplatz spurten. Das durchweg hohe Renntempo verhalf ihr neben dem Treppchenplatz auch noch zu einer tollen Verbesserung der PB um drei Sekunden auf 2:24,13 Minuten. 

In einer Altersklasse höher, in der W15 waren gleich drei Tübingerinnen im schnelleren der beiden Zeitläufe. Bentje Hoffmann, Elfie Forstmann und Julia Galli. Mit etwas mehr Druck mussten die beiden Nachwuchsläuferinnen Bentje Hoffmann und Elfie Forstmann umgehen. An Platz eins und zwei der Meldeliste gesetzt kamen die beiden um eine Favoritenrolle nicht herum. Im Rennverlauf hielten sich beide anfangs bewusst zurück, hatten aber immer Kontakt zur Spitze des Feldes. Die Vorgabe, 120 Meter vor dem Ziel zu attackieren, setzten beide hervorragend um und auf der Zielgeraden schafften sie es schließlich, sich von ihren Verfolgerinnen abzusetzen. Bentje hatte am Zielstrick knapp die Nase vor Elfie, damit standen die Gold- und Silbermedaille sowie neue Bestzeiten (2:24,66 und 2:24,74) für beide Läuferinnen auf der Habenseite. Julia Galli zeigte im selben Lauf ein erfreulich mutiges Rennen und hielt bis 150 Meter vor Schluss sogar noch den Kontakt zur Spitzengruppe. Am Ende schaffte sie es auf einen ausgezeichneten sechsten Gesamtplatz mit einer Verbesserung ihres Hausrekords um mehr als drei Sekunden auf 2:29,05min. 

In der männlichen Klasse M14 lief Jakob Liebrich ebenfalls die 800 Meter. Kleine Medaillenchancen durfte sich auch er ausrechnen, wobei er zwei Mitkonkurrenten mit deutlich besseren Meldezeiten vor der Nase hatte. Auch hier wurde flott gestartet, die Durchgangszeit nach der ersten Runde ließ ebenfalls auf gute Zeiten hoffen. Auch Jakob hielt bis zur Zielgeraden den Kontakt zu den beiden Führenden, die sich aber im Schlussspurt deutlich absetzen konnten. Für Jakob blieb die Chance auf Platz drei, erst kurz vor dem Ziel wurde er von einem Mitkonkurrenten noch überspurtet, so dass ihm nur der undankbare vierte Platz blieb. Erfreulich: mit 2:15,89 schaffte auch er eine Verbesserung seiner PB um zwei Sekunden.

Im Hochsprung sicherte sich Tim Tressel (M15) den Titel. Bei 1,60m stieg er in den Wettkampf ein. Tim lieferte sich ein enges Rennen um den Titel mit Elias Kraut (LG Filstal). Bei 1,72m scheiterte er zweimal an der Höhe, die für ihn auch gleichzeitig das Einstellen der persönlichen Bestleistung bedeutete. Im dritten Versuch übersprang er die Höhe aber. Auch Elias Kraut schaffte die 1,72m im dritten Versuch. Beide scheiterten dann aber an der nächsten Höhe von 1,75m. Da sich Tim Tressel aber einen Fehlversuch weniger geleistet hatte, sicherte er sich am Ende den württembergischen Meistertitel im Hochsprung der M15. 

Auch über 100 Meter war er am Start: Im Vorlauf lief er 12,12 Sekunden und hat sich damit als 7. schnellster für das Finale qualifiziert. Dort wurde er mit 12,40 Sekunden Sechster. 12,12 bedeutet für ihn eine neue neue Bestleistung (davor 12,34 Sekunden). "Das ist eine starke neue Bestleistung über 100m, leider hat im Finale, das 50 Minuten später war, ein bisschen die Power gefehlt. Hochsprung dann trotz leichten Hüftschmerzen die Bestleistung eingestellt und durch weniger Fehlversuche gewonnen, ich denke er kann mehr als zufrieden sein mit dem Wochenende", resümiert Trainer Nils Merten. 

Im Speerwurf der M14 warf Moritz Mayer den 40-Gramm-Speer auf 41,36 Meter, was für ihn eine neue persönliche Bestleistung und gleichzeitig den Vizemeistertitel bedeutete. 

Für die Aktiven ging es um die Titel im gesamten Bundesland: den baden-württembergischen Meistertitel. Im Speerwurf der Männer warf Jannick Mayer den Speer im letzten Versuch auf 61,67 Meter und sicherte sich die Bronzemedaile. Über 100 Meter bei den Frauen mit dabei war Nele Mittag. In 12,94 Sekunden sprintete sie ins Ziel. Viermal so weit sprintete Carolin Führen. In 61,74 Sekunden kam sie über 400 Meter auf den 14. Platz. 

Über die 1500 Meter bei den Männern waren gleich drei Tübinger mit dabei. Mit der schnellsten Meldezeit der drei (3:55 Minuten) angereist war Florian Kalb. Über das gesamte Rennen, das an der Spitze von Christoph Kessler (Karlsruhe) und Tim Assmann (Villingen) angeführt wurde, hielt er sich in der Nähe der Spitze auf. Erst auf der letzten Runde zog sich das Feld weiter auseinander. In einem starken Schlussspurt sicherte sich Florian Kalb in neuer persönlicher Bestleistung von 3:52,35 Minuten den fünften Platz. Knapp dahinter auf den siebten Platz kam Jan Phillip Kisker in 4:00,11 Minuten. Das Feld rundete Marius Knisel in 4:39,04 Minuten auf dem 14. Platz ab. 

Bei den Frauen war Laura Nagel über 1500 Meter mit dabei. In 5:05,25 Minuten kam sie auf den 13. Platz. Im Hürdensprint war Naemi Kehrer eine der Schnellsten. Im Vorlauf sprintete sie über 100 Meter Hürden in 14,27 Sekunden mit deutlichem Vorsprung ins Ziel und sicherte sich damit locker die Finalteilnahme und eine neue PB. Im Endlauf war dann mit Gegenwind keine ganz so schnelle Zeit mehr möglich, in 14,78 Sekunden sprintete Naemi aber souverän zur Silbermedaille.